Das Menschenrechtsportal hro.org berichtet dazu am 22.03.2011, dass die zunächst aufgenommenen Ermittlungen in Bezug auf offizielle Persönlichkeiten in Tschetschenien auf Eis gelegt worden seien. Svetlana Gannushkina, die Leiterin der Organisation Bürgerhilfe (Гражданское Содействие), erklärte, dass ihre Anwälte keinen Zugang zu entsprechenden Unterlagen erhielten und dies auch gerichtlich nicht durchsetzen konnten.
Die unzureichenden Ermittlungen im Mordfall Estemirova, insbesondere die Weigerung, den Vertretern der geschädigten Partei den geforderten Zugang zu Unterlagen zu gewähren, sollen auch Gegenstand einer Klage beim Europäischen Menschenrechtsgerichtshof werden.
Seitens des Ermittlungsausschusses wurde darauf hingewiesen, dass Einzelheiten zu den Ermittlungen in der Mordsache Estemirova unter Verschluss gestellt seien und deshalb auch nicht darüber informiert werden könne. Es würden jedoch alle erforderlichen Maßnahmen, Anhörungen und Untersuchungen vorgenommen.
Zur Kritik der Menschenrechtler an den Ermittlungen wollten die Vertreter des Ausschusses keine Stellung nehmen.
Mehr in russischer Sprache unter http://www.hro.org/node/10568

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