Zeit: 20. April 2019 (Pessach/Karsamstag) um 20.00 Uhr

Ort: Panda-Theater in der Kulturbrauerei, Knaakstr. 97, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg

Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

MEMORIAL St. Petersburg verbindet Menschen, die die Leningrader Blockade überlebt haben, den GULAG oder die Angehörige durch Repressionen, Kriege, den Holocaust verloren haben und die jetzt unter wachsender Armut, Verfolgung durch die Behörden, unter fehlender Unterstützung und Finanzierung der Sozialarbeit von MEMORIAL leiden.

Das Repertoire der Gruppe „Klezmotivn“ besteht aus Klezmermusik, die aschkenasische Juden aus Osteuropa spielten. Unter Klezmer versteht man Instrumentalmusik, die getrennt von der (religiösen) Tradition und dem jiddischen Lied existierte. Der Ursprung liegt in der Hochzeits- und Festradition der aschkenasischen Juden, denn kein einziger Feiertag fand jemals ohne Live-Musik statt. Neben fröhlichen und feurigen Tänzen haben die Klezmer-Musiker auch traurige, berührende Melodien dargeboten.

Die Klezmer-Musiker waren bekannt für ihren virtuosen Umgang mit den Musikinstrumenten, sie wurden sowohl in den armen Schtetlech als auch auf den reichen Landsitzen sehr geschätzt. Bei all ihrer Vielfalt wurde Klezmer nach Gehör gespielt, die Musiker verwendeten keine Noten. Melodien und Stil wurden von Generation zu Generation weiter gegeben, vom Vater zum Sohn, vom Lehrer zum Schüler. Zusammen mit der Welt des jüdischen Schtetl verschwand die Welt des Klezmer Mitte des 20. Jahrhunderts. Mitte der 70er Jahre wuchs das Interesse an dem musikalischen Erbe der jüdischen Bevölkerung Europas, und seit den 90er Jahren stieg die Zahl der Klezmer-Musiker merklich an. Heute lernen Klezmer-Musiker aus der ganzen Welt voneinander diese wunderschöne Musik.

„Klezmotivn“ ist eine neue Initiative, die Erfahrungen von Klezmer-Musikern aus Russland, Belgien, der Schweiz und Deutschland miteinander vereint. Die Besetzung entspricht einer traditionellen Klezmer-Kapelle: Klarinette, Trompete, Klavier (anstelle des alten Hackbretts), Kontrabass und Percussion. Es erklingen viele traditionelle Tanzmotive zusammen mit traurigen Instrumentalmelodien, als Zusatz gibt es jiddische und Gypsy-Lieder, denn Gypsy und jüdische Musik haben sich in den Balkanländern, Rumänien, in der Ukraine, Ungarn u.a. erheblich beeinflusst.

Wir hoffen sehr, dass dem Publikum das Konzert gefallen wird und dass Sie MEMORIAL St. Petersburg großzügig unterstützen werden. Der Erlös fließt vollständig in die Sozialarbeit von MEMORIAL St. Petersburg.

 

5. April 2019

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