Das ambivalente Gedenken an die Repressionen

Zeit: Donnerstag, 5.10.2017, 19 Uhr

 

Ort: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Robert-Havemann-Saal, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin



Eine Veranstaltung des DRA e. V. im Rahmen der Reihe „Die Oktoberrevolution und ihre Folgen: Rückblicke auf die Gegenwart" in Kooperation mit MEMORIAL Deutschland e. V.


Gäste:


Roman Romanov, Leiter des Museums für GULag-Geschichte, Moskau,
Dr. Marit Cremer, MEMORIAL Deutschland, Leiterin des Projekts „Im Gespräch: Die Kinder der Generation Gulag",
Iskander Giljasov, Kasan,
Heike Blümel, Braunschweig


Moderation:
Anke Giesen, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg



Bis heute tut man sich in den ehemals sozialistischen Ländern schwer in Bezug auf den erinnerungskulturellen Umgang mit den sowjetischen Repressionen wie Großer Terror, GULag und Deportationen. Das betrifft ihre Darstellung in Geschichtsbuch und Museum genauso wie ihre Übermittlung im Familiengedächtnis.


Während insbesondere in Russland die Erinnerung an den Großen Vaterländischen Krieg dominiert, nimmt in Deutschland die Erinnerung an die Opfer des GULags neben dem Gedenken an die NS-Opfer eine nachgeordnete Stellung ein.


Im Rahmen einer Podiumsdiskussion möchten wir mit dem Direktor des Moskauer GULag-Museums Roman Romanov sowie deutschen und russischen Zeitzeug/innen aus dem Projekt „Im Gespräch: Die Kinder der Generation Gulag" von MEMORIAL Deutschland e. V. und dessen Leiterin Marit Cremer über die jeweiligen Erfahrungen im Umgang mit der Erinnerung an die sowjetischen Repressionen sprechen. Von Interesse wird dabei auch die Frage sein, wie familiäres und „offizielles" Gedächtnis in Dialog treten können.



Im November findet die letzte Veranstaltung „Die Sowjetunion - ein Kolonialstaat?" dieser Reihe statt, die von der AG Geschichte des DRA e. V. organisiert und von der Stiftung Aufarbeitung gefördert wird.
Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an: ag-geschichte@austausch.org
www.austausch.org