Seniorenpartnerschaft
Das Projekt „Seniorenpatenschaften“ ermöglicht die direkte finanzielle Unterstützung der bedürftigsten Mitglieder von MEMORIAL. Ein Teil dieser Menschen hat die oft mehrjährigen Repressionen noch selbst in den Lagern oder an den Orten der Verbannung durchlebt. Als Folge ihres Schicksals konnten diese Menschen häufig keine Familien gründen und können demzufolge heute im hohen Alter nicht auf familiäre Unterstützung bauen. Andere bedürftige Mitglieder sind bereits die Kinder der Opfer von Repressionen, die infolge der physischen und psychischen Belastungen der Eltern häufig auch gesundheitlich beeinträchtigt sind. Mit dem Makel des „Volksfeindes“ konnten die Betroffenen oft keine höhere Ausbildung erhalten und nur schlecht bezahlte Tätigkeiten ausüben. Gemeinsam ist diesem Personenkreis eine besonders schwierige Lebenssituation, denn von den ohnehin äußerst geringen Renten von ca. 85 Euro müssen sie die Kosten für die medizinische Versorgung bestreiten.
In St. Petersburg entscheidet eine Kommission individuell über die Bedürftigkeit und überprüft diese auch fortlaufend. Vorteil der monatlichen Unterstützung von 15 Euro ist die Regelmäßigkeit und damit Planbarkeit für die Bedürftigen. Der Betrag wird von MEMORIAL St. Petersburg monatlich an die gegenwärtig 14 „Patenkinder“ ausgezahlt.
Darüber hinaus besteht mit dem Projekt „Seniorenpatenschaften“ aber auch die Möglichkeit, mit dem Empfänger der Spende in St. Petersburg direkt in Kontakt zu treten. Der Spender kann etwas über das individuelle Schicksal und die gegenwärtige Lebenssituation des „Patenkindes“ erfahren. Ein Briefwechsel gibt aber auch den Menschen in St. Petersburg die Möglichkeit, ihre Dankbarkeit und Freude auszudrücken. Aus den Briefen wurde immer wieder deutlich, dass gerade der persönliche Kontakt neben der materiellen Unterstützung den oft einsamen Menschen Hoffnung spendet.
Neben einer persönlichen Patenschaft kann das Projekt natürlich auch in Form von anonymen Patenschaften und Einmalspenden unterstützt werden. Eine Liste von MEMORIAL St. Petersburg mit Vorschlägen für weitere „Patenkinder“ liegt vor. Den Bedürftigen soll monatlich ein Betrag von ca. 15 Euro zukommen. Die Aufteilung einer Patenschaft auf zwei Spender ist ebenfalls möglich. Spenden sind steuerlich absetzbar. Anzugeben ist unbedingt der Verwendungszweck „Seniorenpatenschaften“.
Bei Fragen zu dem Projekt wenden Sie sich bitte an die Projektkoordinatorin Anne Jerzak. Als Freiwillige hat sie 1998 auf der Sozialstation von MEMORIAL in St. Petersburg gearbeitet und im Anschluss daran das Projekt initiiert.
Anne Jerzak: anne.jerzak@googlemail.com
Spenden können unter dem Verwendungszweck
„Seniorenpatenschaften“
auf folgendes Konto eingezahlt werden:
Kontonummer: 3320000
BLZ: 10020500
Bank für Sozialwirtschaft Berlin

