Buchvorstellung und Gespräch mit dem Autor in Berlin (22.6.) und Köln (23.6.)

Zeit: 22. Juni, 19 Uhr (Berlin), 23. Juni 19 Uhr (Köln)
Ort: Berlin: Panda Theater, Kleiner Hof der Kulturbrauerei, Knaackstr. 97, 10435 Berlin
Köln: Lew Kopelew Forum, Neumarkt 18a, 50667 Köln

Moderation (beider Veranstaltungen): Maria Birger, Historikerin, Beirat Lew Kopelew Forum (Berlin/Köln)




»Die erste überzeugende Beschreibung dessen, was in den letzten 20 Jahren in Russland geschehen ist. Ein wichtiges Buch und eine Gelegenheit, Informationen aus erster Hand zu bekommen.« Swetlana Alexijewitsch (Literaturnobelpreis 2015)

»Das Buch ist gewissermaßen ein House of Cards für das politische Moskau – ein packend geschriebener Bericht über die Kämpfe, Bündnisse und Intrigen, die in den Kabinetten des Kreml und den Villen der Rubljowka stattgefunden haben.« Frankfurter Rundschau

Wie konnte Wladimir Putin zum Paria der Weltgemeinschaft werden? Warum destabilisiert der russische Präsident die Ukraine, Europa und sein eigenes Land? Michail Sygar, intimer Kenner des Kremls und der Machteliten, erklärt in seinem glänzend geschriebenen Buch die Wandlung Putins vom Reformer zu dem Mann, den die Welt fürchtet.

Der im Jahr 2000 überraschend zum Präsidenten gewählte Wladimir Putin orientiert sich zunächst nach Westen, will in den Club der Staatenlenker wie Tony Blair, George W. Bush und Gerhard Schröder aufgenommen werden. Doch bald fühlt er sich betrogen, von der Nato-Osterweiterung, den angeblich vom Westen unterstützten „orangen“ Revolutionen in Georgien und der Ukraine. Er räumt potenzielle Rivalen wie Michail Chodorkowski aus dem Weg und zieht innenpolitisch die Zügel an. Es folgt eine Phase, in der Putin sich eher wie ein mächtiger Oligarch gibt, in der er das „gute Leben“ der Superreichen schätzen lernt. Während der Präsidentschaft Medwedews bleibt er mit seinen PR-Stunts – halbnackt auf dem Pferd, mit Weißkranichen fliegend – omnipräsent. Als sich zu Beginn seiner dritten Amtszeit das Großstadtpublikum von ihm abwendet, besinnt Putin sich auf das einfache Volk, mit dem er sich im Hass auf Amerika einig weiß. Die Maidan-Revolution in Kiew füttert seine Paranoia: Die USA haben es in Wirklichkeit auf ihn abgesehen. Die Folgen sind bekannt – aber unabsehbar auch für sein eigenes (politisches) Überleben.

Michail Sygar, geboren 1981, ist Chefredakteur von Doschd, dem einzigen unabhängigen Fernsehsender in Russland, der angesichts staatlicher Repression derzeit nur über das Internet zu empfangen ist. Sygar, einer der bekanntesten Journalisten Russlands, hat als Kriegsreporter für die Tageszeitung Kommersant berichtet und war stellvertretender Chefredakteur der russischen Ausgabe von Newsweek. Gemeinsam mit Waleri Panjuschkin hat er das Buch „Gazprom. Das Geschäft mit der Macht“ veröffentlicht.

Veranstaltung in Berlin: Reservierung bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, EINTRITT: AK 10€ / VVK 8€ / Ermäßigt 5€

In Köln:
UKB: 5,00 € / 2,50 € LKF-Mitglieder, Schüler, Studenten und ALG-II-Empfänger
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