Ein Reisebericht 2013 in Wort und Bild


Referent: Wilhelm K. H. Schmidt
Moderation: Gisela Kurze / MEMORIAL Deutschland

Mittwoch, 29. Januar, 18 Uhr in der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße, Potsdam

Workuta ist das Synonym für die sowjetkommunistische Repression: Verschleppung Unschuldiger und erbarmungslose Ausbeutung in Arbeitslagern. Man schätzt, dass in diesem größten Lagersystem der Welt etwa 1 Mio. Ukrainer, Russen, Polen und Balten und auch deutsche Kriegs- und politische Gefangene unter extremen klimatischen Bedingungen Kohle „kratzen“ mussten. Im Juli 1953 kam es zum offenen Aufruhr.

In 17 Lagern streikten Häftlinge und forderten Überprüfung der Urteile und Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen. Im Land wurde die Kohle knapp. Schließlich wurde der Streik am 1. August 1953 mit Waffengewalt niedergeschlagen. 64 Häftlinge, darunter zwei Deutsche, starben im Kugelhagel, 123 Häftlinge wurden schwer verletzt.

Zum 60. Jahrestag des Massakers reiste der Referent 4000 km mit einer Delegation von ehemaligen Häftlingen, Filmern, Historikern und Offiziellen nach Workuta. Er hat Schicksalswege deutscher Häftlinge recherchiert, die in seinen Büchern „Verschworen. Verraten. Verfolgt.“ (2011) und „Abseits im Strafraum“ (2013) veröffentlicht wurden.



Gemeinschaftsveranstaltung von MEMORIAL Deutschland e.V. und der Gedenk- und Begegnungsstätte Ehemaliges KGB-Gefängnis Potsdam e.V. - Gedenkstättenverein





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