Das Moskauer Bezirksgericht hatte in seiner Sitzung Anfang März wie vorgesehen die Aussage und Begründung des wegen Verleumdung verklagten Leiters des MEMORIAL-Menschenrechtszentrums, Oleg Orlov, angehört, der sich als nicht schuldig erklärte.
Der als geschädigte Partei geladene tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrov war nicht erschienen und wurde zur darauffolgenden Sitzung am 28. März 2011 erneut geladen. Der Kläger ist jedoch weder zu diesem Termin noch zu der auf den 18. April 2011 anberaumten Verhandlung  erschienen. Die einfache Verlesung seiner Zeugenaussage ist nach Strafprozessordnung nicht zulässig. Die Vertretung der geschädigten Partei hat deshalb die Einrichtung einer Videoschaltung beantragt, das Gericht  hat dem zum Sitzungstermin am 28. April 2011 zugestimmt.
Über den Ausgang des Verfahrens werden wir zu gegebener Zeit berichten.

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