Moskau, 6. März (AFP) - Wegen Verbrechen gegen tschetschenische
Zivilisten sind 50 russische Soldaten verurteilt worden, unter
ihnen sieben Offiziere. Seit dem Einmarsch russischer Einheiten
nach Tschetschenien im Oktober 1999 habe es insgesamt 168 Verfahren
gegen Soldaten wegen Übergriffen gegen die Zivilbevölkerung
gegeben, berichtete die Nachrichtenagentur Interfax am Donnerstag
unter Berufung auf den russischen Militärstaatsanwalt Alexander
Sawenkow. Über das Strafmaß für die verurteilten Soldaten wurde
zunächst nichts bekannt.

Menschenrechtsgruppen legen den Soldaten schwer wiegende Verstöße
gegen die Menschenrechte zur Last und beklagen die mangelnde
Ahndung seitens der Justiz. Der russische Präsident Wladimir Putin
hat mehrfach bekräftigt, dass schuldige Militärs gemäß dem Gesetz
bestraft würden. Die Soldaten kämpfen gegen Rebellen, die nach der
Unabhängigkeit der Kaukasusrepublik Tschetschenien von Moskau
streben.

bt/hei

AFP
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